| Veranstaltung: | LDT 2026 |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | 25. Schrank der Vielfalt |
| Antragsteller*in: | JRK-Landesleitung (JRK-Landesleitung) |
| Status: | Eingereicht |
| Eingereicht: | 23.02.2026, 12:42 |
A4: Schrank der Vielfalt
Antragstext
Der 36. JRK-Landesdelegiertentag beschließt die Auflösung des Schranks der
Vielfalt. Zudem wird die JRK-Landesleitung mit der Überarbeitung und
kontinuierlichen Pflege des Downloadbereiches unter www.jrk-rlp.de beauftragt.
Begründung
Der „Schrank der Vielfalt“ entstand im Rahmen des Verbandsentwicklungsprozesses 2012–2016 und wurde 2015 offiziell eröffnet. Seitdem haben sich sowohl der Verband als auch die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen deutlich weiterentwickelt: Arbeitsweisen sind zunehmend digital, Kinder und Jugendliche verfügen über höhere Medie kompetenz und benötigen interaktive, dynamische Materialien statt statischer Inhalte. Die Bedürfnisse der Zielgruppen haben sich damit grundlegend verändert. Die Auswertung der Nutzungsdaten zeigt eine durchgehend geringe Nutzung: Zwischen 2021 und 2025 lag die Zahl der Seitenaufrufe lediglich zwischen 120 und 348 pro Jahr, bei einer durchschnittlichen Verweildauer von 57 bis 85 Sekunden. Auch im Verhältnis zu den Gesamtaufrufen der JRK-Website (1.360 bis 4.456 pro Jahr) spielt der Schrank der Vielfalt nur eine sehr geringe Rolle. Hinzu kommen weitere Faktoren: Das Befüllen der Schubladen gestaltet sich trotz intensiver Beteiligungsprozesse schwierig. Es wird kaum neues Material eingereicht, sodass Inhalte statisch bleiben und nicht mehr den aktuellen Anforderungen entsprechen. Auch die Reduktion der Wechselschubladen und eine Neustrukturierung der Dauerschubladen führten nicht zu einer höheren Nutzung oder zu mehr inhaltlicher Beteiligung. Vor diesem Hintergrund wird deutlich, dass die Notwendigkeit des Schranks der Vielfalt nicht mehr gegeben ist. Um die bisher erarbeiteten Inhalte dennoch zu erhalten, wird vorgeschlagen, geeignete Materialien in einen überarbeiteten Downloadbereich zu überführen. Dieser kann schneller an aktuelle Bedarfe angepasst werden, da Änderungen keine 2/3-Mehrheit mehr erfordern. Die Landesleitung plant dennoch, mit Anpassungen verantwortungsvoll umzugehen.