| Veranstaltung: | LDT 2026 |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | 19. Umgang mit Suchtstoffen |
| Antragsteller*in: | JRK-Landesleitung (JRK_Landesleitung) |
| Status: | Eingereicht |
| Antragshistorie: | Version 3 |
A2.1: Suchtmittelfreie JRK-Veranstaltungen
Antragstext
Der 36. JRK-Landesdelegiertentag beschließt, dass alle JRK-Veranstaltungen auf
Landesebene ab sofort suchtmittelfrei gestaltet werden. Dies umfasst das strikte
Verbot von legalen Suchtstoffen wie Tabakprodukte, Vapes, Alkohol und Cannabis
und (wie auch bisher) illegalen Substanzen. Ausgenommen hiervon ist der ärztlich
verordnete Konsum, in diesem Falle ist es gleichzusetzen mit allen anderen
Medikamenten. Der Landesdelegiertentag empfiehlt darüber hinaus auch die JRK-
Veranstaltungen in Orts-, Kreis und Bezirksverbänden den oben genannten
Regelungen durch entsprechende Beschlüsse der jeweiligen Ausschüsse anzupassen.
Begründung
Als Jugendverband im Deutschen Roten Kreuz tragen wir besondere Verantwortung für das Wohl junger Menschen. Ein Aufgabengebiet ist die Gesundheitserziehung. Das Jugendrotkreuz muss zudem ein sicherer Ort für alle Ehrenamtlichen sein. Angesichts des steigenden Suchtverhaltens gerade bei jungen Menschen und den daraus resultierenden Gesundheitsrisiken bedarf es klaren Rahmenbedingungen für unsere Arbeit. Mit dem Beschluss zur suchtmittelfreien Gestaltung von JRK-Veranstaltungen setzen wir ein starkes Zeichen für
Prävention, Gesundheit und Schutz. Wir bekennen uns zu einem verantwortungsvollen Umgang mit unserer Vorbildfunktion und schaffen sichere Räume – frei von Alkohol, Cannabis und anderen berauschenden Suchtmitteln.
Hierfür bedarf es zweier Beschlüsse:
- Die Anpassung der JRK-Ordnung, sodass klare Nüchternheitspflichten für JRKLeitungskräfte definiert sind
- Die Diskussion und Beschlussfassung zum Konsum von berauschenden Suchtstoffen auf JRK-Veranstaltungen
Dieser Beschluss formuliert verbindliche Standards für die Durchführung von Veranstaltungen, stärkt unser gemeinsames Verständnis von Fürsorge und Schutz und festigt unsere Position als glaubwürdiger Akteur in der Jugendverbandsarbeit